rlh

Kurz vor den Feiertagen und der anstehenden Weihnachtspause kommt es in der 1. Regionalliga der Herren noch einmal zu dem einen oder anderen Kracher. So erwartet die BG Dorsten den Lokalrivalen BSV Wulfen zum Derby und die Telekom Baskets aus Bonn haben die BG Hagen zum Verfolgerduell zu Gast.

Besonders hoch her dürfte es in Dorsten zugehen. Die Kontrahenten kennen sich natürlich bestens und zudem steht besonders für die Gäste einiges auf dem Spiel. Sollte das BSV-Team von Trainer Maik Berger erneut verlieren, muss es als Tabellenletzter ins neue Jahr rutschen. Der Trend spricht gegen die Wölfe, die nun seit sieben Spielen nicht mehr gewinnen konnten. Und gegen den Lokalkonkurrenten gab es in den vergangenen zwei Jahren auch nichts zu holen. Im Hinspiel musste sich Wulfen denkbar knapp in den Schlusssekunden nach zweifacher Verlängerung geschlagen geben. Aber immerhin kann BSV-Coach Maik Berger nun auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und zudem glaubt er die Mittel zu kennen, die am Samstag zum Erfolg führen können. „Gegen Dorsten wird entscheidend sein, wie gut wir die Guards in ihrem starken Zug zum Korb kontrollieren. Außerdem müssen wir die Fastbreaks stoppen und auf den kleinen Position besser Rebounden. Offensiv haben wir vielleicht einen Vorteil in Brettnähe, den wir nutzen sollten."

Da wo die Wulfener gerne hin wollen, stehen inzwischen die Giants aus Düsseldorf. Die haben sich in den vergangenen Wochen und insbesondere mit dem jüngsten Sieg gegen Wulfen (75:67) selbst aus dem Sumpf gezogen. Vier Punkte Vorsprung weist das Team von Trainer Gerrit Terdenge nun auf die drei punktgleichen Schlusslichter Herford, Hagen-Haspe und Wulfen auf und es bietet sich an diesem Wochenende die Chance, sich vorerst aller Sorgen zu entledigen. Die Reise der Landeshauptstädter führt zur SG Sechtem, die in vergleichbarer Situation ist. Der Tabellennachbar ist punktgleich mit Düsseldorf und will das Heimspiel nutzen, einen komfortablen Abstand zur Abstiegszone herzustellen. Herford (nach Schalke) und Hagen-Haspe (nach Grevenbroich) stehen zeitgleich vor recht hohen Hürden. Gehen sie leer aus, kann der Sieger der Partie Sechtem/Düsseldorf zumindest zum Start ins neue Jahr die Abstiegsbefürchtungen verbannen.

An der Spitze werden der Tabellenführer WWU Baskets Münster und der punktgleiche Verfolger FC Schalke 04 sicherlich auch mit einem Auge ins Rheinland schielen. Vorausgesetzt, das Spitzenduo löst seine Aufgaben, könnte aus dem Titelrennen je nachdem wie das Spiel zwischen Telekom und Hagen ausgeht, ein Drei- oder gar nur noch ein Zweikampf werden. Besonders die Bonner müssen aufpassen, denn sollten sie nun die zweite Niederlage in Folge kassieren, wären sie wohl vorerst wirklich außen vor. Allerdings müssen auch die Spitzenteams ihre Aufgaben erst einmal lösen. Schalke muss beweisen, dass es auch ohne Ashanti Cook (Außenmeniskus) klar kommt und Münster steht vor dem Derby beim TV Ibbenbüren sowieso vor einer Herausforderung, wie auch WWU-Coach Philipp Kappenstein weiß. „Die Ibbenbürener sind wirklich stark und haben in dieser Saison ziemlich aufgerüstet. Die werden sehr heiß sein, für die ist es das absolute Spiel des Jahres. Aber auch wir sind hochmotiviert, werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren und wollen vor der Winterpause den vierten Sieg in Folge holen“, zeigt sich Kappenstein aber selbstbewusst. (mg)

 

16. Spieltag: 1. Regionalliga Herren
Telekom Baskets Bonn II – BG Hagen (Sa., 16.30 Uhr)
SG Sechtem – Giants Düsseldorf (Sa., 18.15 Uhr)
SV Salzkotten – ART Düsseldorf (Sa., 18.30 Uhr)
TV Ibbenbüren – WWU Baskets Münster (Sa., 19 Uhr)
BG Dorsten – BSV Wulfen (Sa., 19.30 Uhr)
FC Schalke 04 – BBG Herford (Sa., 19.30 Uhr)
BSG Grevenbroich – SV Hagen-Haspe (Sa., 19.30 Uhr)