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09.09.2008

93er Mädchen Turniersieger in Chemnitz

 

Der weibliche 93er Kader kehrt mit einem Turniersieg vom letzten Landesverbandsturnier aus Chemnitz zurück. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der 2- Halbzeit gewann man das Finale gegen MDA (Spielgemeinschaft aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) mit 46:44.

Der erste Gegner hieß – wie auch 4 Wochen später beim BJL in Heidelberg – Team Norddeutschland (Spielgemeinschaft aus Hamburg und Schleswig-Holstein). Bemerkenswert hier, dass die Mannschaft aus dem hohen Norden in der 11. Minute die ersten Punkte erzielte. Nach einer komfortablen Halbzeitführung (38:4) konnte der Gegner bis zum Ende noch etwas Ergebniskosmetik betreiben (68:25).

Auch der zweite Tag begann mit einem klaren Sieg (52:20) gegen die Mitteldeutsche Auswahl Jg. 94. Direkt im Anschluss kam es zu einem Wiedersehen mit der Auswahl aus Hessen. Vor zwei Wochen im Finale der Flanders Trophy in Belgien war der WBV noch als klarer Sieger vom Feld gegangen. Dies aber in erster Linie deswegen, weil die Trainer und teilweise auch die Mannschaft aus Hessen das Spiel „abschenkten“.

Für die Mädels um das Trainerteam Carsten Scharbau und Andreas Aust kam es aber diesmal anders. Nach einem guten Beginn führte man zur Halbzeitpause 36:29. Auch in der 2. Hälfte lag man bis 3 Minuten vor Schluss noch in Front (55:54, 12. Minute). Nach 6 Punkten der Hessen in Folge, verlor man auf Grund der „neuen“ Situation völlig den Faden und schloss vor allem im Angriff viel zu überhastet ab. Folge war eine völlig verdiente Niederlage (62:65), da man in der letzten Minute auch nur 1 von 4 Freiwürfen traf.

Somit spielte man im Halbfinale gegen die Auswahl aus Bayern, die sich ohne Niederlage in der anderen Gruppe durchsetzte.

Mit der notwendigen Portion Wut im Bauch gelang eine Leistungssteigerung gegen eine müde bayrische Mannschaft. Durch den 63:56-Erfolg qualifizierte sich die 93er Auswahl für das Finale. Etwas überraschend hieß der Gegner MDA, die Hessen im Halbfinale knapp bezwungen hatten.

Hier erwischten die Mädels einen schlechten Start und lagen folgerichtig mit 22:30 zur Halbzeit im Hintertreffen. Nachdem MDA bis zur 4. Minute die Führung auf 35:26 ausgebaut hatte, sah der Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus. Doch dann schlug die Stunde von Carla Bellscheidt. Von den folgenden 13 Punkten erzielte sie alleine 10 und sorgte fast im Alleingang für die erste Führung 39:37 (11. Minute). Nach turbulenten Schlussminuten (wieder nur 1 von 4 erfolgreichen Freiwürfen) fuhr der WBV erneut als Turniersieger nach Hause.

Als Fazit bleibt nach den 4 Turnieren (3 mal Sieger, 1 mal Zweiter), dass sich gerade die Spielerinnen aus dem jüngeren Jahrgang 1994 enorm steigern konnten und diese Turniere zur individuellen Weiterentwicklung enorm wichtig sind. Darüber hinaus haben sich Landestrainer Carsten Scharbau und sein Assistent Andreas Aust bei den Spielerinnen bewusst für so viele Athletinnen aus dem Jahrgang 1994 und damit für die Perspektive entschieden. Man sollte jetzt nur noch die Geduld bis 2009 mitbringen, denn erst dann wird es sich bei einigen Athletinnen auszahlen, dass sie schon jetzt die Erfahrungen sammeln konnten.

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