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NEUES AUS DEN RESSORTS
Breitensport / News 18.05.2012
Deutscher Meister bei Ü40-Damen ist erneut die SG ASC09 Dortmund/AstroStars Bochum
Bildung / News 04.05.2012
Internationale Coach Clinic in Luxemburg
Jugend / News 16.05.2012
Schiedsrichter / News 21.05.2012
Senioren / News 08.05.2012
| Gruppen & Sortierungsmöglichkeiten der NEWS |
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| Rangliste | Sichtung | Spielbetrieb | Regionalstützpunkte | ||||
| JBBL | NBBL | WNBL | DBB Events | ||||
| 95m | 95w | 96w | 96m | ||||
| Kader 97 w/m | Kader 98 w/m | Kader 99 w/m | Kadertrainer | ||||
Viele Mädchen und Jungen träumen davon, in der Bundesliga, Nationalmannschaft oder NBA zu spielen. Zur Zeit sind 25 WBV-Spielerinnen und -Spieler in den aktuellen Jugendnationalkader. Doch wie kommt man dahin? Der Weg dahin ist steinig und schwer. Man braucht Talent und eine entsprechende Konstitution. Man muss hart arbeiten und ein Umfeld haben, das einem hilft, seine Ziele zu erreichen.
Einen Platz in die Nationalmannschaft zu erhalten ist nicht planbar, aber es gibt Möglichkeiten, die einem Helfen, ein paar der vielen Steine zu entfernen.
Bereits mit 12 Jahren kann man im WBV an Sichtungen teilnehmen und sich fördern lassen. Diese Förderung ist sicherlich hilfreich. Man lernt mit gleichaltrigen und gleichstarken Spielern. Ein erfahrener Trainerstab steht einem zur Seite und man erhält Einblicke in den Basketballsport, den man im Verein nicht oder nur sehr selten erhält.
Die ersten Sichtungsmaßnahmen dauern knapp sechs Monate, anschließend geht es in die Lehrgangsphase. Mit 20 Spielern nimmt man an Tages- und später an Wochenendlehrgängen teil. Man erhält Spielerfahrung auf hohem Niveau insbesondere durch Freundschaftsspiele und Landesverbandsturniere. Einmal monatlich kommt man zusammen und arbeitet an Stärken und Schwächen. Es gibt sogar Sommercamps, die ein konzentriertes Lernen ermöglichen – im sportlichen aber auch im sozialen Bereich.
Zweieinhalb Jahre nach der ersten Sichtung kommt die erste Hürde. Das Bundesjugendlager, die Sichtungsmaßnahme des DBB. Um diese Hürde zu schaffen, muss man im Landeskader sein. Um im Landeskader über längere Zeit zu bleiben ist es aber auch erforderlich, dass man wöchentlich hart trainiert und auch wöchentlich an hochwertigen Spielen teilnimmt.
Viele Vereine – gerade „kleinere“ Vereine – senden ihre talentierten Spieler zu keiner Sichtungsmaßname des Landesverbandes. Grund dafür ist oftmals die Angst, das Ausnahmetalent zu „verlieren“. Sollte der Spieler den Verein wechseln, sei ein sportlicher Erfolg – ein Aufstieg in eine höhere Liga – für den Verein nicht mehr gegeben. Dies ist unter Anderem der Grund, warum man die Doppellizenz eingeführt hat, die einem Spieler erlaubt, in einer Altersklasse in zwei Vereinen zu spielen.
Doch wer möchte sich weiter entwickeln und wer hat die Möglichkeit, in der Nationalmannschaft zu spielen? Der Verein oder die Spielerin / der Spieler?
U14-Spieler #1, der in Verein A dreimal trainiert und am Wochenende in der U14RL und vielleicht noch in der U16 Oberliga spielt, hat nach einer Saison ca.
U14-Spieler #2, der in Verein A einmal und in Verein B zweimal trainiert und am Wochenende in der U14 KL bei Verein A und noch U14 RL bei Verein B spielt, hat nach einer Saison ca.
U14-Spieler #3, der in Verein A dreimal trainiert und am Wochenende U14 NRW spielt und mit dem Verein an Turnieren teilnimmt, hat nach einer Saison ca.
Nun muss man, um das zu vergleichen, einen Faktor für die Liga einsetzen. Hier nehmen wir den Punkteschlüssel für die Ranglisten.
Ein 5. Platz in der Kreisliga bringt 0 Punkte
Ein 5. Platz in der Oberliga bringt 10 Punkte
Ein 5. Platz in der Regionalliga bringt 17 Punkte
Ein 5. Platz in der NRW-Liga bringt 48 Punkte
Somit hat Spieler #1 einen Erfahrungswert von 594 Punkte (22 x 17 und 22 x 10)
Spieler #2 hat einen Erfahrungswert von 374 Punkte (22 x 0 und 22 x 17)
Spieler #3 hat einen Wert von 1056 Punkte (22 x 48)
Hier geht es weniger um „kleine“ und „große“ Vereine, sondern vielmehr um Vereine, die in der höchsten Liga spielen und die, die es nicht tun.
Sicherlich hinkt der Vergleich ein wenig, denn auch viele „kleine“ Vereine nehmen an vielen Spielen und Turnieren teil und haben sicherlich auch gute Übungsleiter und vielleicht auch Einzeltraining. Aber die Spielerfahrung ist enorm wichtig und kann von den „Kleineren“ nicht geleistet werden. Und ein „großer“ Verein, der sich aufgrund von Erfahrung und Möglichkeiten intensiv um die Spieler kümmern kann, bringt dem Spieler am Ende doch mehr. Es muss aber immer abgewogen werden, was für die Spielerin oder den Spieler am besten ist. Insbesondere in Bezug auf den persönlichen (meist leistungsorientierten) Vorstellungen der Betroffenen und der Gesamtsituation (Schule, Familie etc.), da es sehr umstritten ist, ob eine frühzeitige sportartspezifische und leistungsorientierte Ausrichtung auch tatsächlich zum gewünschten späteren Erfolg (Nationalkader) führt. Der Athlet sollte zunächst in seiner gewohnten Umgebung bleiben und würde auch von Seiten des WBV entsprechend gefördert werden (Kadermaßnahmen, Stützpunkttraining, etc.). Wenn sich dann sein aufgrund der Sichtungen erhofftes Talent im Laufe der Kaderzugehörigkeit bewahrheitet und sich ein entsprechendes Potential herausstellt, kann man weitere Überlegungen anstellen - sofern der Spieler bzw. die Eltern es wünschen.
Beim Bundesjugendlager werden alle Spielerinnen und Spieler, die es unter den besten 10 ihres Landes geschafft haben, gesichtet und einige dann in das Leistungscamp des Deutschen Basketball Bundes eingeladen, das kurze Zeit später in den Winterferien stattfinden wird.
Anschließend werden 24 davon zu Maßnahmen des DBB eingeladen. Man spielt internationale Turniere in den Monaten Februar bis August und nimmt als U16 Nationalspieler an der Europameisterschaft teil.
Dort und bei allen Folgemaßnahmen muss man sich behaupten und darf sich nicht „überholen“ lassen. Und wenn man stetig an sich arbeitet, kann man die einzelnen Jugendnationalmannschaften nutzen, um am Ende im A-Kader Deutschlands zu landen.
Doch ist es nun unerlässlich, im Alter von 12 bis 15 einem Landeskader angehört zu haben. Die Antwort ist Nein. Jedes Jahr gibt es Nachsichtungen für U18 und U20 Spieler. Eine Vorsichtung für das DBB-Try-Out, sodass auch Quereinsteiger noch eine Möglichkeit haben. Die Quereinsteiger sind möglicherweise Sportler aus anderen Bereichen, Fußball, Tennis oder auch Basketballer, die sich über die Jahre enorm entwickelt haben.
Was ist der leichtere Weg, wo erhält man mehr Hilfe, wo ist man besser vorbereitet, wo hat man mehrere Möglichkeiten und mehr Chancen? Die Antworten liegen im Kaderkonzept. Jeder Spieler hat die Möglichkeit nach Absprache mit den Kader- und Landestrainer zu jeder Maßnahme des WBV zu kommen, um sich sichten zu lassen.
Wenn auch du diesen Weg gehen möchtest und über das notwendige Potential verfügst, dann schau doch unter http://www.wbv-online.net/websitebaker/pages/jugend/auswahlteams.php und informiere dich über Lehrgänge und Sichtungsmaßnahmen. Sprich mit deiner Trainerin oder deinem Trainer, gehe zu Probetrainings und frage die Landestrainer, ob du eine Chance erhältst. Wir geben dir jederzeit Hilfe und sollte es nicht klappen, so arbeite weiter und versuche es beim nächsten Mal. Doch nicht jeder schafft den Sprung in den Kader. Es gibt keine Garantie, doch nutze deine Möglichkeiten.
Bereits am 12. April gibt es die nächsten Sichtungen für den Jahrgang 1995 weiblich und männlich. Diese sind dezentral, das heißt für eine bestimmte Region.
Der weibliche Kader sichtet in Paderborn. Wenn du aus dem Kreis Paderborn, Münster oder Ostwestfalen kommst, dann geh vorbei. Bringe einen Lederball, Sprungseil und Verpflegung mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Du bist willkommen.
Die männliche Sichtung findet in Düsseldorf statt. Wenn du aus dem Kreis Düsseldorf/Neuss, Niers oder Niederrhein kommst, dann bist du ohne Voranmeldung willkommen. Auch du bringst bitte einen Lederball, Sprungseil und Verpflegung mit.
Dieser Weg ist steinig und schwer, doch nutze deine Möglichkeiten!