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Sichtungsergebnis überragend

19.02.2010
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Vom Bundesjugendlager des Jahrgangs 1995 und jünger kehrten die WBV-Teams mit überragenden Sichtungsergebnissen zurück. Kaum ein anderer Landesverband konnte sich im Mädchen-, wie im Jungenbereich zusammen über so viele Nominierungen freuen!
 

Mädchenkader mit Delegationsleiter Joseph Kattur, Landestrainer Michael Kasch, Co-Trainerin Martina Kehrenberg, Betreuerin Patricia Breu und Physiotherapeutin Sigrun Blauth. Foto: privat

Bei den Mädchen wurden sieben Mädchen (Charlotte Joosten/Homberger TV, Chantal Neuwald/NB Oberhausen, Birte Bencker, Isabelle Judtka/beide TSV 1860 Hagen, Jula Zarth/Rhöndorfer TV, Alena Tušek/Paderborn Baskets, Isabel Riemann/TV Bensberg) direkt zum Anfang April stattfindenden Leistungscamp des DBB eingeladen. Drei weitere Spielerinnen (Anika Otto/ Rhöndorfer TV, Amy Carlson/NB Oberhausen, Merisa Nasup/TSV 1860 Hagen) können sich noch Hoffnungen auf eine Nachnominierung machen, da sie ganz oben auf der Ersatzliste stehen. Bei den Jungen wurden fünf Spieler direkt (Steffen Haufs/Köln 99ers, Martin Schulte-Tickmann/BG Kamp-Lintfort, Bastian Landgraf/Paderborn Baskets, Yannick Mettner/TSV Bayer 04 Leverkusen, Florian Surmann/UBC Münster) und einer (Sven Jeuschede/TSV Bayer 04 Leverkusen) für die Ersatzliste nominiert.

Nach der Anreise am Freitagmorgen absolvierten die Jungen am Spätnachmittag wie alle anderen Teams einen Athletiktest. Zum Start am Samstagmorgen trainierte das WBV-Team unter Anleitung von U18-Bundestrainer Kay Blümel Inhalte der DBB-Spielkonzeption, die auch Bestandteil der WBV-Konzeption sind. Am Nachmittag mussten die WBV-Jungs dann gegen Bayern antreten. Phasenweise konnte das Team dem Gegner Paroli bieten, doch setzte sich, wie vor drei Wochen beim Turnier in Steinbach, am Ende mit Bayern das Team mit der tieferen Bank und den momentan besseren Einzelspielern mit 60-45 durch. Im ersten Spiel am Sonntag war der Geheimfavorit des Turniers, die SG Südwest (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland) der Gegner des Teams. Zu keiner Zeit bestand für das WBV-Team eine Siegchance, da die Spieler der SG sich spielerisch wie „Männer“ präsentierten und teilweise auch (taktisch) so spielten. Am Ende lautete das Ergebnis 78-44 für die SG.

Dies mag zunächst nicht sehr positiv für das WBV-Team um Headcoach Falk Möller (Schwelm), Assistantcoach Thomas Odenwald (Hagen) und Teammanager Marcel Rudersdorf (Düsseldorf) klingen, doch hat Bundestrainer Dirk Bauermann ausdrücklich im persönlichen Gespräch mit Headcoach Möller und bei einer im Rahmen des BJL stattgefundenen Fortbildung für die anwesenden Trainer klar gemacht, dass er nicht viel von Akzeleriertensichtung und –förderung, sowie stark taktisch geprägtem Spiel hält! Schon im Herbst beim BJL des Jahrgangs 1996 wird dies stark eingeschränkt und die Spielweise mehr von Seiten der Bundestrainer vorgegeben. Dies ist sicherlich der richtige Weg!

Im weiteren Verlauf des Turniers war das Team in den Spielen gegen das Team Norddeutschland (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) beim 40-48 und gegen Niedersachsen/Bremen beim 40-45 immer wieder dran, konnten die Spiele allerdings nicht zu ihren Gunsten entscheiden. Im abschließenden Spiel gegen das Team Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) setzten sich die WBV-Jungs dann deutlich mit 61-34 durch. Hier zeigten nochmals alle Spieler, dass sie zu Recht in diesem Team standen! Dies wird auch durch das schon oben erwähnte Sichtungsergebnis bestätigt.

Neben den o.g. Spielern gehörten zum Team: Valentin Blass (Rhöndorfer TV), Konstantin Detring, David Ratajczak, (beide Paderborn Baskets), Miguel Gomes (BBV Hagen), Christian Sengfelder (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Tim van der Velde (Köln 99ers).


Die Mädchen, die durch die plötzliche Erkrankung von Amy Carlson im Laufe des Donnerstags, mit der nachnominierten Jula Zarth antraten, starteten am Freitagnachmittag mit einem deutlichen Auftaktsieg von 56-18 gegen das Team Norddeutschland. Das Staff des Teams (Landestrainer Michael Kasch/Wülfrath, Martina Kehrenberg/Wuppertal, Patricia Breu/Essen) konnte allen Spielerinnen Spielzeit geben und damit die Möglichkeit gut ins Turnier zu kommen.

Am Samstagmorgen wartete mit Bayern ein deutlich anspruchsvollerer Gegner, der beim Turnier in Steinbach nur nach hartem Kampf knapp bezwungen werden konnte. In diesem Spiel allerdings machten die WBV-Mädchen, allen voran Alena Tušek, von Anfang an klar, wer als Sieger die Halle verlassen würde. Mit 48-33 setzte das Team ein deutliches Zeichen! Im zweiten Spiel des Tages stand gegen Berlin die Revanche für die 1-Punkt-Niederlage in Steinbach an. Die WBV-Mädchen fanden bis zum 22-35 (22. Min. bei 2x15 Minuten Spielzeit) keine Einstellung zum Gegner. Nach einer Auszeit von Landestrainer Kasch kamen die Spielerinnen wie ausgewechselt auf das Spielfeld und drehten das schon verloren geglaubte Spiel mit einem 24-6 Run zum 46-41 Endstand! Damit war der Einzug ins Finale klar. Nur der Gegner stand noch nicht fest. Alle gingen davon aus, dass es zum dritten Steinbach-Rematch gegen die SG Südwest (7-Punkte-Niederlage) kommen würde. Doch die SG Südwest leistete sich im abschließenden Spiel gegen Hessen eine knappe Niederlage, so dass im Dreiervergleich das Team Niedersachsen/Bremen die Nase vorn hatte.

Dieses Endspiel am nächsten Tag in der großen Halle des Bundesleistungszentrums vor ca. 250 Zuschauern bestimmten die WBV-Mädchen von Anfang an und ließen nie einen Zweifel am Ausgang des Spiels aufkommen. Völlig verdient siegten die WBV-Mädchen mit 41-31. In diesem Spiel konnte das WBV-Team auch wieder auf Amy Carlson zurückgreifen die, gesundgeschrieben, dem Team nachgereist war. Von den Sichtern gewollt und der Spielleitung genehmigt durfte sie eingesetzt werden.

Nachdem der Jubel abgeklungen war, stand mit den Trainingseinheiten der „Mixed Teams“ am Nachmittag der nächste Programmpunkt an. Schwerpunkte waren Verteidigung des direkten Blocks und Befreiungsbewegungen im 1-1 auf kleinem Raum. Auch hier bauten die Bundestrainerin Alexandra März und ihr Kollege Ortwin Doll (Beide Berlin) auf den aus der einheitlichen Grundspielkonzeption hervorgehenden Elementen auf.

Am Montag folgten für alle Spielerinnen zwei Spiele in den „Mixed Teams“. Hierbei konnten die schon vorher fest nominierten Spielerinnen ihre Nominierung bestätigen, aber auch mit Birte Bencker, die leicht angeschlagen in das Turnier ging, eine Spielerin die direkte Einladung klar machen. Jula Zarth überraschte alle in den Mixed-Spielen und erspielte sich die Nominierung, ohne vorher beim Turnier aufgefallen zu sein. Dies gilt im Übrigen auch für Merisa Nasup, die den Platz auf der Ersatzliste diesen zusätzlichen Spielen verdankt.

Die weiteren Mitglieder des Team waren: Laurien Lummer (Paderborn Baskets), Jordis Wächter (NB Oberhausen) und Michelle Ziegenhagen (TV Bensberg).
 
Vor Ort wurden die Teams tatkräftig durch die Physiotherapeutinnen Sigrun Blauth (Mettmann) und Anja Rusche (Breckerfeld) unterstützt. Ohne ihre Hilfe wären die guten Ergebnisse nicht möglich gewesen.

Delegationsleiter Joseph Kattur (Oberhausen) war zu jeder Zeit für alle Fragen Ansprechpartner und wickelte die organisatorischen Dinge, die nicht direkt mit den Kadern zu tun hatten, gewohnt routiniert ab.

Unterstützt wurde das Team durch die zeitweise anwesenden Vizepräsidenten Michael Rosenthal und Christoph Begiebing, die den Aufenthalt auch nutzten, um wichtige Gespräche die Zukunft des Nachwuchsleistungssports betreffend zu führen.

Das Team WBV gratuliert allen zum Leistungscamp des DBB eingeladenen Spielerinnen und Spielern, hofft, dass diese ebenso wie die Nichtnominierten hart weiterarbeiten, bedankt sich bei den Vereinen, Heimtrainern und Eltern für die Unterstützung und zielführende Arbeit und wird selber die Anstrengungen zur Weiterentwicklung der Talente vorantreiben.

 

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