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Die beiden WBV-Vertreter beim TOP4-Turnier in Ludwigsburg mussten jeweils im Halbfinale die Segel streichen. Während die Paderborn Baskets in der NBBL mit 53:73 (28:22) gegen ALBA Urspring verloren, zog Bayer Leverkusen in der JBBL mit 49:81 (23:45) gegen BBA Ludwigsburg den Kürzeren.
Dabei hatte es für Paderborn noch zur Halbzeit gut ausgesehen. Die Halbzeitführung von 28:22 für die Schützlinge von Trainer Artur Gacaev ließ die mitgereisten Paderborner Fans sogar auf die Sensation hoffen. Die Baskets waren sehr stark in die Partie gestartet, hatten gleich zu einem 8:0-Lauf angesetzt und auch den Rest der ersten Halbzeit zu ihren Gunsten gestaltet. In der 14. Minute lag Paderborn durch einen Korb von Till Glöger dann gar mit 24:12 in Front, ließ den Favoriten aber durch einige Nachlässigkeiten wieder herankommen. „Im zweiten Durchgang hat Urspring dann aber den Druck in der Defensive erhöht, damit hatten wir zu kämpfen“, bemerkte auch Trainer Gacaev, dass seine Mannen dem höheren Spieltempo und dem kräftezehrenden Spiel der ersten Hälfte nun Tribut zollen mussten. Denn während der Titelverteidiger beinahe nach Belieben seine tiefe Rotation ausnutzte, lastete auf Paderborner Seite die Hauptlast auf den Schultern von Lars und Ole Wendt. Letzter avancierte mit 20 Punkten zum Topscorer, doch das allein sollte nicht reichen. Bereits zum Ende des dritten Viertels hatte Urspring den Spielstand egalisiert (44:44). Zwar wehrte sich Paderborn in der ersten Hälfte des Abschlussviertels noch einmal nach Kräften, am Ende wurde es jedoch ein viel zu deutlicher Erfolg des Titelverteidigers, der dann auch im Finale gegen den TSV Tröster Breitengüßbach die Oberhand behielt. „Ich bin stolz auf mein Team. Was wir in dieser Spielzeit geleistet haben, soll von dieser Niederlage nicht geschmälert werden“, so Gacaev.
Auch für den TSV Bayer Leverkusen hat es nicht zum Sprung ins Finale gereicht. Die Mannschaft von Trainer Andreas Aust hatte gegen BBA Ludwigsburg kaum eine Chance und unterlag am Ende deutlich mit 49:81 (23:45). Bereits im ersten Viertel hatten sich die Hausherren einen 17:10-Vorsprung herausgespielt, dem sie zu Beginn des zweiten Abschnitts einen 9:0-Lauf folgen ließen, an dem Topscorer Robert Zinn (23 Punkte, sechs Rebounds, fünf Assists) maßgeblich beteiligt war. Nach der Halbzeitpause kam Bayer durch eine wirksame Ganzfeldpresse noch einmal ansatzweise in Schlagdistanz. Als die Ludwigsburger das Heft dann allerdings wieder in die Hand nahmen, wurde es noch ein ziemlich deutlicher Sieg. Einen Titel gab es für Bayer allerdings dennoch zu feiern, denn Trainer Andreas Aust wurde zum Coach des Jahres in der JBBL gekürt. „Ohne einen aktuellen Nationalspieler hat es Aust geschafft, eine funktionierende Einheit zu kreieren, die sich durch toughe Spielweise und gute basketballerische Grundschule auszeichnet“, hieß es in der Mitteilung der Liga, die auch die Unterstützung von Austs Co-Trainer Marcel Rudersdorf würdigte. Bester Werfer der Leverkusener wurde Henning Wiesemann mit 15 Punkten. Auch in der JBBL holte sich ALBA Urspring den Titel, Gastgeber Ludwigsburg unterlag im Endspiel mit 68:73. (maGro/tw)