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Die beiden WBV-Vertreter Basketball Boele-Kabel und die Paderborn Baskets haben sich mit ihren Erfolgen beim Zwischenrunden-Turnier das Ticket für das deutsche Final Four am kommenden Wochenende gelöst. Im entscheidenden Spiel schlug Boele-Kabel den TuS Lichterfelde mit 70:62 (38:27).
Entsprechend groß war dann auch der Jubel auf beiden Seiten, nachdem beide Teams eine Achterbahnfahrt der Gefühle im Verlauf des Turniers durchgemacht hatten. Die Paderborner waren im ersten Spiel des zweitägigen Turniers mit einem 73:74 (26:38) am TuS Lichterfelde gescheitert. Zwar machte Topscorer Luis Figge mit 30 Punkten ein hervorragendes Spiel, verfehlte allerdings mit seinem letzten Wurf in der Schluss-Sekunde sein Ziel und konnte die Partie nicht mehr drehen. „Dabei waren wir eigentlich über 30 Minuten die bessere Mannschaft“, ärgerte sich Trainer Stefan Schettke über das schwache zweite Viertel (8:19) seiner Mannschaft, wo der Sieg fahrlässig hergeschenkt wurde. Derweil feierten die Gastgeber einen deutlichen 80:52 (38:24)-Erfolg gegen den RSV Eintracht zum Auftakt. Zwar leistete sich das Team um das Trainerduo Mareike Barth und Andreas Schomburg eine kleine Schwächephase zu Beginn des vierten Viertels, brachte den Sieg aber dennoch souverän über die Zeit. Das direkte Duell der beiden WBV-Vertreter am Sonntag ging dann mit 63:51 (31:26) klar an die Paderborn Baskets. Zwar schaffte es Boele-Kabel, den am Samstag so überragenden Luis Figge schnell in Foulprobleme zu bringen, auf Paderborner Seite sprang dafür Niklas Kiel mit 33 Punkten und 18 Rebounds in die Bresche und entschied die Partie für seine Farben. Was das bedeutete, war klar: Beide Teams mussten ihr drittes Spiel gewinnen, um das Ticket für die Deutsche Meisterschaft lösen zu können. Als erstes gelang das den Baskets, die den RSV Eintracht mit 59:55 (31:33) bezwangen. Erneut konnten Figge (14 Punkte) und Kiel (22) überzeugen, aber auch der starke Till Pape steuerte 14 Punkte zum Sieg bei. Die Matchwinner für Boele-Kabel beim entscheidenden 70:62 (38:27) gegen Lichterfelde hießen Kevin Stuckey (24 Punkte), Marcel Kessen (22) und Frank Buschmann. Ja, richtig gelesen, Frank Buschmann. Der TV-Kommentator, seines Zeichens Vereinsmitglied in Boele-Kabel, war eigentlich als Hallensprecher für das Spiel engagiert worden. Sein Versprechen in der Halbzeit, die jungen Spieler würden bei einem Sieg einmal hinter die Kulissen der TV-Sendung „Schlag den Raab“ gucken dürfen, setzte allerdings noch einmal letzte Kräfte bei den Hausherren frei. Im Halbfinale haben es die Sieger am Samstag mit dem Gastgeber und Bundesliga-Nachwuchs der Brose Baskets Bamberg zu tun, die Paderborner treffen auf den TV Langen. (maGro/tw)