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Wenn Sportler ins Rathaus der Heimatstadt eingeladen werden und der Herr des Hauses sich höchstpersönlich Zeit nimmt, dann ist klar, dass etwas Besonders geschehen ist. Und so ließ sich auch Padersborns Bürgermeister Heinz Paus nicht lange bitten, als ihn die Kunde vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die U14 der Paderborn Baskets erreichte.
Er lud am vergangenen Mittwoch Spieler, Trainer, Verantwortliche und Eltern zu einem Empfang in den Saal des Rathauses ein. Dem Anlass entsprechend. Lange hatten die Paderborn Baskets auf diesen Moment gewartet: 20 Jahre nach der Gründung kann sich der Paderborner Basketballclub, der in den vergangenen Jahren oftmals als ewiger Zweiter belächelt wurde, endlich Deutscher Meister nennen. Die U14-Mannschaft von Trainer Stefan Schettke setzte sich in einem bis zur letzten Sekunden knappen Finalspiel mit 69:66 in Bamberg gegen die Gastgeber durch. Es war der krönende Abschluss einer tollen Saison, die schon mit dem Erreichen des Finalturniers in Bamberg einen ersten Höhepunkt erlebt hatte. In Bamberg konnte die Schettke-Truppe dann aber noch einen drauf setzen. Zuerst distanzierten die Paderborner Youngster im Halbfinale den TV Langen mit einem deutlichen 75:55-Erfolg. Das Endspiel um Deutschlands Krone verlief dann aber sehr viel spannender. Nach gutem Start lagen die Baskets zur Pause mit 31:34 zurück. „Da haben wir aufgehört Basketball zu spielen und uns den Schneid abkaufen lassen“, berichtete Schettke von einer Schwächephase seines Teams, der der Halbzeitrückstand geschuldet war. Bis zum 55:55 (33. Min.) liefen die Baskets diesem Defizit noch hinterher, ehe sie nach 35 Minuten (59:58) erstmals wieder die Führung übernahmen. Es sollte der letzte Führungswechsel gewesen sein. Beim Stand von 67:63 waren noch 20 Sekunden zu spielen und bei den mitgereisten Paderborner Fans stellte sich bereits Feierstimmung ein. Doch nach einem wilden Dreier der Bamberger verstummte die jäh. Die Gastgeber foulten taktisch und schickten Luis Figge an die Freiwurflinie. Der Youngster behielt jedoch die Nerven und sicherte seinem Club mit zwei verwandelten Freiwürfen die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unseren besten Basketball gespielt“, so Schettke, der neben Topscorer Niklas Kiel (30 Punkte) auch den Rest seiner Mannschaft für eine „tolle Teamleistung und eine insgesamt tolle Entwicklung über die Saison“ lobte. „Diese Deutsche Meisterschaft setzt unserer bis heute erfolgreichsten Saison die Krone auf. Es ist der verdiente Lohn für die nachhaltige Arbeit die alle Trainer, besonders im unteren Bereich, hier seit Jahren leisten. Ein großes Lob geht an die beiden Trainer Stefan Schettke und Thomas Gajda und natürlich auch an die Mannschaft, die sich über das Jahr sensationell entwickelt hat", so ein strahlender Baskets-Geschäftsführer Sven Schaffer, der sich zudem für die tolle Unterstützung durch die Eltern bedankte. Dem konnte sich Paderborns Bürgermeister Paus nur anschließen: „Ich bin froh, hier heute mit Euch und Ihnen stehen zu können, um zu dieser tollen Leistung meine Gratulation auszusprechen. Dieser für den Paderborner Basketball historische Erfolg bestätigt die beispielhafte Jugendarbeit, die hier geleistet wird, und sollte für euch persönlich und für den Verein insgesamt als Basis für die kommenden Jahre gesehen werden“, begrüßte der erste Bürger der Stadt seine Gäste und ließ ihnen nicht zuletzt durch diesen Empfang die gebührende Ehre zuteil kommen.
Doch nicht nur in Paderborn wurde gefeiert, denn beim Meisterschaftsfinale in Bamberg hatte der WBV mit der U14 von Basketball Boele-Kabel noch ein zweites Eisen im Feuer. Für das BBK-Team reichte es nicht ganz für den großen Coup, doch am Ende stand zumindest Platz Drei zu Buche. Das reine WBV-Finale war dabei denkbar knapp verpasst worden, denn im Halbfinale unterlag Boele dem Gastgeber TTL Basketball Bamberg mit 63:64 (8:12, 15:18, 20:20, 20:14) denkbar knapp. Natürlich war die Enttäuschung beim Team der Boeler Coaches Mareike Barth und Andreas Schomborg groß, doch bereits am kommenden Tag hatten sie sich wieder gefangen und trösten sich selbst mit dem 61:54-Erfolg im kleinen Finale gegen den TV Langen und somit dem Gewinn der Bronzemedaille. (maGro/mg)
Quellen und weitere Infos: www.paderborn-baskets.de und www.boele-kabel.de