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Das WBV-Team der Jungen setzt einem guten Bundesjugendlager in Heidelberg mit dem Finalsieg über Bayern die Krone auf. Die WBV-Mädchen werden Vierter. Aber noch wichtiger als die Teamergebnisse war die Nominierungsbilanz: Insgesamt werden mindestens 14 WBV-Talente des Jahrgangs 1997 und jünger (sieben Mädchen, sieben Jungs) zur nächsten Maßnahme des DBB geladen.
Wer hätte das gedacht? Nachdem sich die WBV-Jungen von Headcoach Thomas Röhrich zum Auftakt des Bundesjugendlagers Berlin/Brandenburg noch mit 60:68 geschlagen geben mussten, waren sie fortan nicht mehr zu stoppen. Die Teams aus Rheinland-Pfalz/Saarland (64:50), Baden-Württemberg (70:40) und Bayern (59:33) wurden teilweise deutlich geschlagen. Und auch das Halbfinale gegen Niedersachsen wurde souverän bestritten. Am Ende stand ein 18-Punkte-Sieg zu Buche. Im Endspiel bekam es das Röhrich-Team erneut mit den Bayern zu tun, die sich überraschend gegen Berlin/Brandenburg durchgesetzt hatten. Und auch im Finale wies der WBV die Süddeutschen in die Schranken (55:44). Bereits zur Pause (33:18) hatte die WBV-Auswahl eine komfortable Führung herausgespielt und bewiesen, dass sie mit der Bürde der Favoritenrolle gut klar kam.
Die WBV-Mädchen mit Trainer Michael Kasch starteten ebenfalls sehr gut in das Turnier, und beendeten die Vorrunde ohne Niederlage. Bayern (63:25), die SG Südwest (27:17) und Berlin/Brandenburg (46:42) wurden geschlagen. Doch am Finaltag lief es nicht mehr rund. Zuerst gab es im Halbfinale gegen Hessen (42:49) eine unnötige Niederlage und im Spiel um Platz drei gegen die Auswahl von Niedersachsen/Bremen war dann anscheinend die Luft ein wenig raus. Nach einer noch recht knappen ersten Halbzeit (18:23), in der der Gegner aus dem Norden allerdings schon eine höhere Führung verpasste, machten die Norddeutschen nach dem Seitenwechsel den Sack zu (27:50). Die Enttäuschung nach dem Spiel war entsprechend groß, aber das Nominierungsergebnis versöhnte. Mit Leonie Schiermeyer, Annika Küper (beide CB Recklinghausen), Leonie Schütter (Wülfrath/Hagen), Laura Zdraveska (TSV Hagen 1860), Jule Kassak, Anna Lappenküper, Maria Sola (alle Herner TC) werden sieben von zwölf WBV-Mädchen zum Bundesleistungslehrgang des DBB zwischen Weihnachten und Silvester geladen. Maike Brosenius (Recklinghausen), die das BJL verletzungsbedingt verpasste, hofft noch über die Reserveliste auf den Zug zum DBB zuspringen.
Bei den Jungen wurden ebenfalls sieben Einladungen verteilt: Joshua Kuhtz, Marcel Kessen (beide Boele-Kabel/Phoenix Hagen), Tibor Taras (Köln 99ers), Haris Hujic (Baskets Lüdenscheid/Phoenix Hagen), Moritz Sanders (BG Dorsten/Metropol Baskets), Niklas Kiel (BBG Herford/Baskets Paderborn), Luis Figge (Baskets Paderborn) sind bei der nächsten DBB-Maßnahme auf jeden Fall dabei und zudem darf sich Till Pape (Baskets Paderborn) noch als Nachrücker Hoffnungen machen. (maGro/mg)
Die Aufstellung der WBV-Jungen im Finale: Joksch C., Kvravac T., Behrmann E. (2 Punkte), Pape T., Taras T. (12), Kuhtz J., Hujic H. (6), Zraychenko A., Sanders M. (2), Kiel N. (16), Figge L. (7), Kessen M. (10).