| Suchen: |
|
NEUES AUS DEN RESSORTS
Breitensport / News 18.05.2012
Deutscher Meister bei Ü40-Damen ist erneut die SG ASC09 Dortmund/AstroStars Bochum
Bildung / News 04.05.2012
Internationale Coach Clinic in Luxemburg
Jugend / News 22.05.2012
Schiedsrichter / News 23.05.2012
Senioren / News 08.05.2012
| Gruppen & Sortierungsmöglichkeiten der NEWS |
|||||||
| Rangliste | Sichtung | Spielbetrieb | Regionalstützpunkte | ||||
| JBBL | NBBL | WNBL | DBB Events | ||||
| 95m | 95w | 96w | 96m | ||||
| Kader 97 w/m | Kader 98 w/m | Kader 99 w/m | Kadertrainer | ||||
Zur unmittelbaren Vorbereitung auf das Bundesjugendlager (30.09.-04.10.2011 in Heidelberg) nahmen die WBV-Kader der Jungen und Mädchen der Jahrgänge 1997 und jünger am vergangenen Wochenende an einem Vorbereitungsturnier in Bamberg teil und kehrten mit zwei Turniersiegen heim.
Dabei gingen die Jungen mit Handikap ins Turnier: Haris Hujic, der Starting-Pointguard, der sich mit einer Stirnhöhlenvereiterung plagte, durfte nicht mitspielen. Für die Team-Chemie war er natürlich trotzdem mit nach Bamberg gereist und konnte so seine Mitspieler unterstützen. Insgesamt standen drei Spiele gegen Hessen, die Mitteldeutsche Auswahl (MDA) und Bayern auf dem Programm.
Nach der Anreise am späten Freitagabend sah der Spielplan für Samstag zwei aufeinander folgende Spiele vor: erst gegen Hessen und dann gegen MDA. Da es im vorher ausgetragenen Spiel allerdings Verzögerungen gegeben hatte, wurde der Spielplan zusammen gestaucht. Das bedeutete für das Team vom WBV-Trainer Thomas Röhrich: Keine Pause, kein Mittagessen und zwei Gegner, die es, wie üblich, dem WBV mal zeigen wollten. Doch es erwies sich, dass die WBV-Auswahl auch mit solch widrigen Rahmenbedingungen umgehen kann.
Für Haris Huijc startete gegen die Auswahl aus Hessen Eric Behrmann, der bisher seine Backuprolle immer gut ausgefüllt hatte. Im ersten Viertel konnte der Gegner noch mithalten (17:13), im zweiten Viertel waren die WBV-Jungen dann aber nicht mehr zu stoppen. Der zweite Durchgang wurde mit 21:5 gewonnen und damit war die Partie im Prinzip schon entschieden. Die anderen Viertel wurden dann ebenfalls trotz großer Rotation mit 18:15 und 19:11 gewonnen. Letztlich war der Sieg mit 75:44 ungefährdet.
Bereits 25 Minuten nach dem Abpfiff der ersten Begegnung begann das zweite Spiel. Das MDA-Team hatte relativ deutlich gegen Bayern verloren, doch so leicht wie erhofft, wurde die Aufgabe dann nicht. Die WBV-Jungen merkten erst Mitte des dritten Viertels, dass auch die MDA-Auswahl durchaus Basketball spielen kann und sich vor allem niemals aufgibt. So kam es, dass eine eigentlich technisch und körperlich weit unterlegene Mannschaft, im dritten Viertel denn Rückstand noch einmal auf fünf Punkte verkürzte. Fünf starke Minuten reichten dem Röhrich-Team dann aber, um für klare Verhältnisse zu sorgen und einen sicheren 60:47-Sieg einzufahren. Zufrieden stellte das Resultat Coach Röhrich aber nicht. Und so wurde schonungslos analysiert, dass die gezeigte Leistung wohl zu den bisher schlechtesten des Teams zählte. Auch die Tatsachen, dass nur neun Spieler zur Verfügung (Marcel Kessen und Tarik Krvavac waren leicht angeschlagen) standen, dass kein Mittagessen eingenommen werden konnte und gleich zwei Spiele in kurzer Folge ausgetragen werden mussten, hielten nicht als Entschuldigung für die gezeigte mäßige Leistung her (22:11, 13:18, 11:5, 14:13 = 60:47).
Es war also noch Luft nach oben und da passte es, dass der eigentliche Showdown noch anstand Da auch die Bayern ihre ersten beiden Spiele gewonnen hatten, kam es am Sonntag zu einem echten Finale. Bayern war der erwartete harte Gegner, der gut gecoacht wurde und mit einer hervorragenden Einstellung auf das Parkett ging. Auf Seiten des WBV war die schwache Vorstellung des Vortags gänzlich vergessen und auch ohne Haris Hujic stand ein WBV-Team auf dem Feld, welches diesen Namen auch verdient hat. Die erste Halbzeit war beiderseits von harter Verteidigungsarbeit geprägt und nach 10:10 im ersten Viertel stand es zur Pause 30:28 für den WBV. Auch in der zweiten Halbzeit konnte das WBV-Team die Intensität in der Defense auf hohem Niveau halten. Nun wurden zusätzlich aber auch die Vorteile in der Offensive besser genutzt. 23:12 und 11:7 gingen die letzten Viertel an den WBV, und am Ende stand ein ungefährdeter 64:47-Sieg zu Buche. Entsprechend geht der Coaching-Staff die letzten beiden Vorbereitungswochen für Heidelberg nun mit einem sehr guten Gefühl an.

Für den WBV spielten: Eric Behrmann (TSV Bayer Leverkusen), Luis Figge (Baskets Paderborn), Haris Hujic (Baskets Lüdenscheid/Phönix Hagen), Marcel Kessen (Basketball Boele Kabel/Phönix Hagen), Niklas Kiel (BBG Herford/Paderborn Baskets), Tarik Krvavac (TSV Bayer Leverkusen). Joshua Kuhtz (Basketball Boele Kabel/Phönix Hagen), Till Pape (Paderborn Baskets), Moritz Sanders (BG Dorsten/Metropol Baskets), Tibor Taras (Köln 99ers), Robin Wagner (Rhöndorfer TV), Anton Zraychenko (TSV Bayer Leverkusen).
Bei den Mädchen waren die Voraussetzungen, ähnlich wie bei den Jungen, ebenfalls nicht optimal. Mit Maike Brosenius, die sich am Wochenende vorher am Knie verletzt hatte, fiel ebenfalls der Starting-Pointguard aus. Auch sie wurde, aus teaminternen Gründen und wegen der Möglichkeiten der Behandlung durch die Physiotherapeutin Sigrun Blauth vor Ort, mit nach Bamberg mitgenommen.
Dem verbliebenen Kader gelang dennoch ein guter Start in das Turnier. Das erste Spiel am Freitagabend wurde nach holprigem Start (HZ 17:12) am Ende mit 43:25 deutlich gegen die MDA-Auswahl gewonnen. Alle Spielerinnen erhielten ausreichend Spielzeit, um sich die Reisemüdigkeit aus den Knochen zu spielen! Am nächsten Morgen wartete mit Hessen allerdings gleich ein ganz anderes Kaliber auf die WBV-Mädchen. Bei einem anderen Vorbereitungsturnier hatte die Mannschaft von Landestrainer Michael Kasch gegen Hessen noch den Kürzeren gezogen und entsprechend war die WBV-Auswahl vorgewarnt. In der ersten Halbzeit entbrannte ein harter Kampf um die häufig wechselnde Führung, doch der WBV lag zur Pause zurück (HZ 19:24). In der zweiten Halbzeit waren die Spielerinnen des WBV dann aber nicht mehr wieder zu erkennen. Vor allem eine Steigerung in der Defense führte dazu, dass es am Ende 50:31 für das Kasch-Team stand. Nur sieben Punkte der Hessinnen, davon vier an der Freiwurflinie, sprechen eine deutliche Sprache. Leider musste in diesem Spiel mit Annika Küper eine zweite Leistungsträgerin verletzungsbedingt aus dem Turnier genommen werden.
Doch aus dieser Ausfall brachte die WBV-Mannschaft nicht mehr aus dem Tritt. Am Spätnachmittag hieß der Gegner Bayern. Die Mädchen aus dem südlichsten Bundesland waren den WBV-Mädchen zwar größentechnisch deutlich überlegen, doch daraus wusste der Gegner kein Kapital zu schlagen. Die WBV-Mädchen knüpften dort an, wo sie gegen Hessen aufgehört hatten. Mit 34:11 zur Pause wurde das Team aus Bayern regelgerecht auseinander genommen. Nach 18:17 in der zweiten Halbzeit, in der vornehmlich die 98erinnen des WBV spielten, wurde die Begegnung mit 52:28 gewonnen. Der bayrische Headcoach und ehemalige Damenbundestrainer Imre Szittya bedankte sich im Anschluss für die erteilte „Lehrstunde“! Im letzten Spiel des Turniers gegen das Team Hamburg am Sonntagmorgen war nur die Höhe des Sieges fraglich. Nach 35:12 in der ersten Halbzeit konnten die überforderten Hanseatinnen in der zweiten Halbzeit nur noch vier Punkte (alle an der Freiwurflinie) erzielen und waren am Ende mit dem 67:16 noch gut bedient!
Heidelberg kann also kommen. Für den Mädchenkader steht am kommenden Wochenende noch ein Tageslehrgang mit einem Spiel an, bevor es dann Mitte nächster Woche zum Bundesjugendlager geht. Sollten alle Spielerinnen wieder fit sein und die gewonnene Aggressivität gehalten werden, sind Team und Staff optimistisch für die Spiele in der schweren Vorrunde in Heidelberg. (maGro/eb)