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Zum Start ins neue Jahr und in die Rückrunde der 1. Regionalliga Herren kassierte die BG Dorsten eine Heimniederlage gegen die BG Hagen. Die ART Giants aus Düsseldorf machten genau da weiter, wo sie 2018 aufgehört haben: mit einem Sieg.

Auch die SV Hagen-Haspe hatte in der Landeshauptstadt keine Chance. Die Giants starteten mit 90:63 in die Rückrunde und bleiben in dieser Saison der 1. Regionalliga Herren weiterhin ungeschlagen.

Die BG Hagen holte einen Auswärtssieg beim Tabellenzweiten BG Dorsten und kletterte selbst auf die zweite Position. Allerdings muss sich Hagen den Verfolgerplatz mit vier weiteren Teams teilen. Hagen, Herford, Grevenbroich, Herten und Herford liegen alle mit 20 Punkten punktgleich auf den Plätzen 2 bis 6.

Ausführliche Berichte zu den Partien finden Sie am Ende dieser News …


1.
Regionalliga Herren | 14. Spieltag | 05.01.2019
Deutzer TV - BG Kamp-Lintfort 79:59
AOK Ballers Ibbenbüren - Hertener Löwen 78:82
SVD 49 Dortmund - BBG Herford 64:92
ART Giants Düsseldorf - SV Hagen-Haspe 90:63
BG Dorsten - BG Hagen 69:79
BSG Grevenbroich - ACCENT BASKETS Salzkotten 91:82
Citybasket Recklinghausen - SC Fast-Break Leverkusen 83:54


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Deutzer TV - BG Kamp-Lintfort 79:59
von Markus Plüm - BG Kamp-Lintfort

BGL letztlich auch in Deutz ohne Chance.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fällt in Köln schon die Entscheidung, die BGL verliert auch die zweite Partie gegen den Aufsteiger. Nach vielversprechendem Start können die Lintforter in der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegensetzen.

Dieses Ergebnis ist sowohl ernüchternd als auch realitätsbildend. Denn für die Basketballer der BG Lintfort hat mit der 59:79 (30:37)-Niederlage beim Deutzer TV am Samstagabend die Abschiedstournee aus der 1. Regionalliga West begonnen.

Dabei hatte die Partie durchaus verheißungsvoll begonnen. Wie in so vielen Spielen in dieser Saison konnte die BGL zunächst mithalten und dem Gegner das eigene Spiel aufzwingen. Entsprechend lange blieb es in Köln auch eine ausgeglichene Partie. In der Defensive standen die Spieler von Coach Tobias Liebke stabil, die Gastgeber fanden zunächst ebenfalls nicht die richtigen Impulse, um sich vom Gegner abzusetzen. So ging es mit einem 16:17 aus Lintforter Sicht in den zweiten Abschnitt. So ausgeglichen fiel das Duell auf den Rängen übrigens nicht aus. Die rund 30 mitgereisten Lintforter Fans stellten den Anhang der Deutzer akustisch deutlich in den Schatten.

Auch dort zeigten die Spieler von Tobias Liebke, die bis auch Michael Schmak in Komplettbesetzung angereist waren, dass sie gewillt waren, die Hinspiel-Niederlage vergessen zu machen und mit dem zweiten Saisonsieg die Heimreise anzutreten. Strukturierte Angriffe in der Offensive, eine gute Verteidigungsarbeit. Da aber auch die Deutzer entsprechend agierten, konnte sich keine Mannschaft von ihrem Kontrahenten absetzen. Erst in der 17. Minute gelang dies. Und zwar den Gastgebern. Plötzlich wirkte die BGL überrumpelt, konnte nicht mehr adäquat antworten. Die Deutzer setzten sich erstmals leicht ab, gingen mit einer 37:30-Führung in die Halbzeitpause.

Auch wenn dieser Rückstand eigentlich nicht die Welt bedeutete, ließen sich die Lintforter davon offenbar einschüchtern. Denn erneut kamen sie schläfrig aus der Kabine, fanden nicht wieder sofort den richtigen Rhythmus. Die Gastgeber hingegen blieben am Ball und hielten den Druck hoch, konnten ihren Vorsprung schnell verdoppeln und die BGL zu einer zügigen Auszeit zwingen.

Doch auch die brachte nichts mehr. Die Lintforter hatten den Kontakt zum Gegner nun vollends verloren, kamen nicht mehr richtig ins Spiel und ließen entsprechend auch die gesamte Struktur in der Offensive vermissen. Eigene Punkte entsprangen bis auf wenige Ausnahmen nur noch Einzelleistungen, die Defensive wies nun ebenfalls große Lücken auf. Die wussten die Gastgeber zu nutzen, setzten sich weiter ab und ließen die BGL bis zum Spielende auch nicht mehr herankommen. Als dann auch noch Janosch Feige nach einer recht alltäglichen Situation beim Rebound disqualifiziert wurde, gab es für die Lintforter nichts mehr zu retten. Entsprechend stand letztlich die nächste verdiente Niederlage für die Lintforter zu Buche.

„Wir haben heute leider wieder einmal nur rund eine Halbzeit mithalten können, obwohl wir vom spielerischen her eigentlich für eine ausgeglichene Partie hätten sorgen können. Aber letztlich gehört das auch zu unserer Realität. Wir sind einfach froh, uns jetzt noch 12 Spiele auf diesem Niveau beweisen zu dürfen und wollen die Saison gut zu Ende bringen. Das sind wir einfach auch unseren Fans schuldig“, sagte Tobias Liebke nach Spielschluss.


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SVD 49 Dortmund - BBG Herford 64:92
von Ewald Möhring - BBG Herford

Erfolgreicher Rückrunden-Auftakt der BBG-Herren.

Mit den erhofften zwei Punkten im Gepäck kehrten die Erstregionalliga-Korbjäger der BBG Herford am vergangenen Samstag aus Dortmund zurück: Beim Aufsteiger SVD kamen die Werrestädter zu einem nie gefährdeten 92:64 (50:33) Auswärtssieg.

Von der ersten Minute an gelang es den Herfordern, das vom Trainer-Team Chris Diktipanidis und Ewald Möhring vorgegebene Konzept umzusetzen: Dem Dortmunder Spielmacher und Topscorer Aaron Browser wurde durch eine enge Deckung keinerlei Raum gelassen, ihm gelangen insgesamt nur neun Punkte.

Eine leichte Schwächephase leisteten sich die Gäste im zweiten Viertel, als einige Würfe und Pässe ihr Ziel nicht fanden, die Dortmunder konnten sich hier mit einem 8:0-Run bis auf sechs Punkte herankämpfen. Durch eine Auszeit und eine Umstellung im Team konnte dies jedoch schnell korrigiert werden, zur Halbzeit führten die Herforder bereits mit 17 Punkten.

Im letzten Viertel bekamen alle Bankspieler Einsatzzeiten, hier konnte insbesondere Nachwuchs-Center Max Brackmann mit neun Punkten und vier Rebounds auf sich aufmerksam machen.

„Insgesamt ist unser Konzept aufgegangen, gleichwohl war das heute nicht mehr als ein Pflichtsieg“, fasste Co-Trainer Ewald Möhring nach dem Spiel die Partie zusammen und ergänzte: „Unsere volle Konzentration gilt jetzt unserem nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Dorsten.“ Die Dorstener, aktuell Tabellenzweiter und punktgleich mit den Herfordern, unterlagen am Wochenende durchaus überraschend in eigener Halle mit zehn Punkten der BG Hagen. „Wir werden unsere Chancen nutzen“, gibt sich Möhring optimistisch.

Es spielten: Sam Cassell (17 Punkte), Christoph Steffen (12), Karl Gronau (6), Philipp Svinger, Alan Boger (5), Elliott Sentance (4), Max Brackmann (9), Luke Westerwelle (2), Jan Brinkmann (15), Jan Behrens (3), Vaidotas Volkus (18) und Francesco Yanduka (1).


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BG Dorsten - BG Hagen 69:79
von Frank Fabek - BG Dorsten

Katerstimmung zum Rückrundenstart. BG Dorsten unterliegt Hagen.

Den Start in die Rückrunde haben sich Fans und Mannschaft anders vorgestellt, völlig verdient verliert das Team von Franjo Lukenda mit 69:79 gegen ein glänzend eingestelltes Team der BG Hagen.

Von Spielbeginn an merkte man, das Willi Köhler und Co. aufgrund der nicht zu Verfügung stehenden Halle erst seit 3 Tagen wieder trainieren könnte wogegen Hagen bis auf 2 Tage die komplette Winterpause durchtrainieren hat. Von Beginn des Spiels überraschte die BG Hagen mit einer Zonenverteidigung, die die Dorstener vor erhebliche Probleme stellte. Wurfpech, eine hohe Anzahl von Turnover und ein deutliche schlechteres Verhältnis bei den Rebounds auf der einen Seite, und mangelndes Teamplay auf der anderen Seite sorgten nach dem ersten Viertel für eine 28:14 Führung der Gäste.

Und auch das zweite Viertel brachte keine Besserung. Die Dorstener schienen sich noch im Winterwonderland zu befinden und nicht im Ligamodus. Mit einem 28:46 Rückstand ging es in die Kabine. In der folgte eine donnernde Ansprache von Franjo Lukenda, die Wirkung zeigte.

Im dritten Viertel stand eine andere Mannschaft auf dem Feld. Die Defense wurde stabiler und die Offense wurde konsequenter ausgespielt. Das Mentalitäts-Monster war wieder da. Der -18 Punkte Rückstand wurde teilweise bis auf -5 aufgeholt ehe er bis zum Viertelende bei -8 Stand. Mannschaft und Zuschauer witterten Morgenluft.

Im letzten Viertel versuchten Trainer und Mannschaft noch einmal alles um das Spiel zu drehen, aber die Aufholjagd  im dritten Viertel hatte zu viel Kraft gekostet. Zudem spielte die BG Hagen die Zeit clever runter und gewann am Ende verdient. Eine Niederlage nach dem Motto : kein Beinbruch, aber wir müssen drüber reden.

Kein Sieg in der Hinrunde war ein leichter, er musste sich hart erarbeitet werden. Die BG Dorsten ist nicht mehr die Überraschungsmannschaft, sie wird ernst genommen. Das Team wird sich einmal schütteln und in der kommenden Woche auf das Auswärtsspiel in Herford vorbereiten.

Coach Franjo Lukenda nach dem Spiel: „20 Minuten okay zu spielen und zehn Minuten sehr gut reicht halt gegen eine Topmannschaft nicht. Die ersten zehn Minuten haben uns das Genick gebrochen. Da hat sich die Befürchtung wegen der Pause bewahrheitet. Wir waren einfach nicht wach und haben den Start verschlafen. Es freut mich natürlich, dass die Mannschaft trotzdem erneut gekämpft und alles versucht hat aber man kann leider nicht jedes Mal die Wende schaffen. Hagen hat das dann mit der Führung im Rücken auch sehr clever runtergespielt und wir haben es ihnen teilweise unnötig leicht gemacht. Unnötig aber kein Beinbruch. Wir werden in der Woche daran arbeiten und wieder in unseren Rhythmus kommen. Denn gegen Herford werden 30 Minuten ebenfalls nicht reichen.“

BG Dorsten vs. BG Hagen 69:79 (14:28, 14:18, 24:14, 17:19)

Topscorer
BG Dorsten: Nwabuzor 27, Pelaj 15
BG Hagen: Ligons 22, Tejera, Zahner 14


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Citybasket Recklinghausen - SC Fast-Break Leverkusen 83:54
von Martin Karbe - Citybasket Recklinghausen

Müheloser Start-Ziel-Sieg zum Jahresbeginn.

Das war einfacher als erwartet: Im ersten Heimspiel des Basketballjahres 2019 gelangten die Regionalliga-Herren von Citybasket zu einem vom Sprungball weg unangefochtenen 83:54 (26:12, 26:19, 16:14, 15:9) über Aufsteiger Fast-Break  Leverkusen.

Die Gastgeber waren von Beginn an sofort in der Partie, trafen gut von außen und gelangten zudem über Schnellangriffe zu einfachen Punkten. Leverkusen hingegen scorte im ersten Viertel fast nur über seinen Center Christian Fröhlingsdorf, der allerdings die Schwächen in der Recklinghäuser Innenverteidigung schonungslos aufdeckte. Dennoch hatte Citybasket bereits zur ersten Viertelpause einen 26:12-Vorsprung herausgeworfen. Und dabei hatte Coach Johannes Hülsmann bereits alle zur Verfügung stehenden Akteure  in die Begegnung hineinrotiert - mit Ausnahme von Youngster Johannes Sundheim, der jedoch direkt im zweiten Viertel ins Geschehen geworfen wurde.

Es ging nahtlos weiter mit dem Offensivfeuerwerk der Hausherren: Bereits in der 13. Minute knackte Chris Longoria mit einem Dreipunktwurf erstmals die 20-Punkte-Differenz: Das 33:12 ging zu diesem frühen Zeitpunkt schon in Richtung Vorentscheidung. Longoria zeigte generell  ein starkes Spiel, der Topscorer schrammte mit  28 Punkten, 9 Rebounds und 8 Assists nur knapp am Triple Double vorbei und war effektivster Citybasket-Spieler. Auch Philipp Spettmann kam immer besser in die Begegnung, spielte ein bärenstarkes zweites Viertel  und hatte am Ende 16 Zähler auf seinem Konto.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte es nicht mehr spannend werden. AufSeiten der Heimfünf wurde viel rotiert, ohne dass der stabile 20-Punkte-Vorsprung ernsthaft in Gefahr geriet - auch dann nicht, als erst Theo Turner und später Philipp Spettmann ihr jeweils viertes Foul begingen. Eine etwas chaotische Phase gegen Ende des dritten Abschnitts nutzte Leverkusen, um einige Zähler gutzumachen, doch am Ende eines kurzen Zwischenspurts stellte Valentin Bredeck mit beherztem Zug zum Korb den alten Abstand wieder her.

Im vierten Viertel sollte der Citybasket-Vorsprung sogar noch etwas anwachsen, so dass Coach Hülsmann es sich erlauben konnte, in der Schlussphase mit Bredeck, Sundheim und Nils Chafreitag gleich drei Nachwuchskräfte gleichzeitig auf dem Feld zu lassen. Der souveräne Sieg gab auch ihnen Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben, von denen die nächste bereits am kommenden Freitag auf dem Spielplan steht: Um 20 Uhr geht es dann in der Rosa-Parks-Gesamtschule zum immergrünen Lokalduell gegen die Hertener Löwen.

Citybasket: Longoria 28/3, 8 Ass., 9 Reb., Sundheim, V. Bredeck 2, Bruns 16/3, Turner 11, 9 Reb., Charfreitag , Letailleur, Spettmann 16, 8 Reb., Von Guionneau 10/1


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