Spielbetrieb

In der Damen-Basketball-Bundesliga gewinnt evo New Basket Oberhausen sensationell beim SV Halle Lions mit 54:52. Der Herner TC zieht bei den Rhein-Main Baskets mit 68:85 den Kürzeren.

 

„Unglaublich, mit wie viel Willen mein Team gespielt hat", zeigte sich NBO-Trainerin Katja Zberch nach dem 54:52 (34:24)-Erfolg beim Tabellenzweiten SV Halle, der zuvor sechs Mal in Folge gewonnen hatte, hellauf begeistert. Für Oberhausen war es dagegen der vierte Sieg in Serie, der im Kampf um die Playoff-Plätze wieder Hoffnungen weckte. Den Ausschlag zugunsten der Gäste gab die größere Ausgeglichenheit und die mannschaftliche Geschlossenheit. Acht Sekunden vor dem Ende schöpften die Lions nach einem Dreier ihrer Spielmacherin Daphanie Kennedy zum 52:53 noch einmal Hoffnung. Erst recht, als NBO-Spielerin Nainima nach einem schnellen Foul nur einen Freiwurf verwandeln konnte. Doch in den danach noch verbleibenden fünf Sekunden gelang Kennedy lediglich noch ein Notwurf, der den Korb verfehlte. Oberhausen bleibt nach diesem Überraschungssieg auf Rang zehn, hat aber endgültig den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt. Auf die Playoff-Plätze wird aber offiziell noch nicht geblickt. „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel, damit fahren wir ganz gut", sagte Trainerin Zberch. Beste NBO-Werferin war Valerie Nainima mit elf Punkten, dicht gefolgt von Markeshia Grant und Christina Krick, die jeweils zehn Punkte erzielten.

Für die Damen des Herner TC wird nach der 68:85-Niederlage bei den Rhein Main Baskets die Luft im Kampf um den Klassenerhalt immer dünner. „Wir haben in der Offense viel liegen lassen und uns auch in der Verteidigung viele einfache Fehler erlaubt", haderte HTC-Coach Björn Grönheit und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Dabei fielen mit Minja Terzic und Ofa Tulikihihifo beim HTC gleich zwei Schlüsselspielerin nach Verletzungen aus. Trotzdem hielt der HTC bis zum 28:28 in der 14. Spielminute gut mit. Doch nach der Pause stellten die Rhein-Main Baskets auf Zonenpresse um, und Herne geriet schnell mit 15 Punkten ins Hintertreffen. Von diesem Rückstand erholte sich das Grönheit-Team nicht mehr. Topscorerin beim HTC war Teya Wright mit 21 Punkten. (maGro/pd)